Chinesische Wissenschaftler aus Wuhan untersuchten, ob der D-Dimer-Wert bei Hospitalisierung Rückschlüsse auf das Sterberisiko von Covid-19-Patienten zulässt. Ihre Resultate zeigten, dass Patienten mit einem D-Dimer-Wert von 2,0 µg/ml oder höher ein deutlich höheres Sterberisiko hatten, als Patienten mit einem darunter liegenden Wert.

[jr] Da der Krankheitsverlauf von Covid-19 bei verschiedenen Patienten sehr stark variiert, ist es notwendig einen schweren Krankheitsverlauf möglichst frühzeitig festzustellen, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können.

Vergleich der D-Dimer-Werte hinsichtlich Cutoff-Wert

Die Forscher werteten in ihrer Studie rückwirkend Daten von 343 Patienten mit sicherer Diagnose einer Infektion durch Sars-Cov-2 aus, welche zwischen dem 12. Januar und dem 15. März in einem Krankenhaus in Wuhan hospitalisiert wurden. Bei Aufnahme der Patienten wurden die D-Dimer-Werte bestimmt. Hierzu berechneten sie einen entsprechenden „Cutoff-Wert“. Basierend auf diesem Wert teilten die Forscher die Patienten in zwei Gruppen ein. Patienten, die über diesem Wert lagen und Patienten, die darunter lagen. Anschließend verglichen sie das Sterberisiko der beiden Gruppen miteinander.

Erhöhtes Sterberisiko bei D-Dimer-Werten von 2,0 µg/ml oder höher

Die Berechnungen der Wissenschaftler ergaben, dass der optimale Cutoff-Wert des D-Dimer-Wertes in Bezug auf das Sterberisiko bei 2,0 µg/ml lag. Die Sensitivität und Spezifität des D-Dimer liegen bei diesem Cutoff-Wert bei 92,3 beziehungsweise 83,3 Prozent.
67 der Patienten verfügten bei der Einweisung in das Krankenhaus über einen D-Dimer-Wert von 2,0 µg/ml oder höher. 13 Patienten von ihnen verstarben im Krankenhaus. 276 Patienten wiesen bei Hospitalisierung einen D-Dimer-Wert von unter 2,0 µg/ml auf. Aus dieser Gruppe verstarb nur ein Patient. Dementsprechend verstarben die Patienten mit einem höheren deutlich häufiger, als jene mit einem niedrigeren Wert (p < 0,001; HR: 51,5; 95 % CI: 12,9–206.7).

 

Die Autoren der Studie bewerteten den D-Dimer-Wert als einen frühen und hilfreichen Marker, der dabei helfen kann, das Behandlungs-Management von Covid-19-Patienten zu verbessern.

 

 

Quellen: DGP, Originalstudie