Am 15. Mai 2020 hat der GKV-Spitzenverband die in der Covid-19-Schutzverordnungen vorgesehene Durchführungsbestimmung für die Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) der Krankenkassen veröffentlicht, so Physio-Deutschland. Ein Fragen-Antworten-Katalog soll allen Antragstellern zusätzliche Informationen liefern.

[js] Alle Informationen inklusive Rechtsverordnung, Durchführungsbestimmung und ab dem 20. Mai 2020 auch das Antragsformular gibt es auf der Internetseite der ARGEn der Krankenkassen.

„Im Großen und Ganzen decken sich die Fragen und Antworten mit unserem Katalog, den wir in aktualisierter Form am 13. Mai auf unserer Sonderseite veröffentlicht haben. Der Schutzschirm greift bei den allermeisten Physiotherapiepraxen und ist eine Leistung, die nicht wieder zurückgezahlt werden muss“, schreibt Physio-Deutschland in einer Erklärung vom 16. Mail.

„In dieser Klarheit bisher nicht öffentlich“

„Der GKV-Spitzenverband benennt darin auch einige der Härtefälle, die Physio-Deutschland nach Veröffentlichung der Covid-19-Schutzverordnung klar benannt hat. „Darüber hinaus schafft der Katalog auch Tatsachen, die in dieser Klarheit bisher nicht öffentlich dargestellt wurden und bei davon betroffenen Praxisinhabern berechtigterweise auf großes Unverständnis stoßen werden“, schreibt der Verband.

Hier zwei Beispiele:

Die Frage: Gibt es eine Zahlungsfrist?

Die Antwort: Nein. Aufgrund der zu erwartenden Antragsmenge ist eine längere Bearbeitungszeit nicht auszuschließen.

Die Frage: Wie wird die Höhe des Betrages ermittelt?

Die Antwort: Die Berechnung der Ausgleichszahlung wird automatisch anhand der mit den gesetzlichen Krankenkassen im 4. Quartal abgerechneten Beträge durchgeführt. Hierbei werden nur abgerechnete Heilmittelleistungen auf Grund von vertragsärztlichen Heilmittelverordnungen der GKV berücksichtigt. Zahnärztliche Verordnungen, Rehasport und Funktionstraining, Kurmittel, PKV-Leistungen etc. zählen nicht dazu.

Zeitnahe Abwicklung?

„Der Hinweis im Fragen-Antworten-Katalog, dass aus Datenermittlungsgründen ausschließlich vertragsärztliche Heilmittelverordnungen zur Berechnung der Ausgleichshöhe berücksichtigt werden können, wurde bisher seitens der Krankenkassen so nicht öffentlich kommuniziert und wird einige Praxen empfindlich treffen“, schreibt der Verband.

„Die Durchführungsverordnung ist die konkrete Umsetzung der Rechtverordnung und soll eine zeitnahe Abwicklung des Antragsverfahrens und hoffentlich auch der Auszahlungen erreichen“, so der Verband weiter.

Exakter Antragszeitraum ist vorgegeben

Die Durchführungsbestimmung regelt exakt den Antragszeitraum, der vom 20. Mai bis zum 30. Juni 2020 läuft. Eine Beantragung davor oder danach wird nicht bearbeitet beziehungsweise automatisch abgelehnt.

Physio-Deutschland gibt noch den Hinweis: „Benutzen Sie ausschließlich den Antrag, den die ARGEn am 20. Mai 2020 auf ihrer Internetseite veröffentlichen werden – hier nochmal der Link dorthin: https://www.zulassung-heilmittel.de/rettungsschirm.html Andersartige Antragsformulare werden nicht bearbeitet.“

 

Quelle: Physio-Deutschland. 2020. Schutzschirm: Nächste Etappe erreicht – Durchführungsbestimmung für die ARGEn steht! https://pt.rpv.media/xr; Zugriff am 18.5.2020