Amerikanische Wissenschaftler konnten beobachten, dass COPD-Patienten nach einem krankheitsbedingten Aufenthalt im Krankenhaus von einer Lungenrehabilitation im Hinblick auf das Sterberisiko profitierten, wenn sie diese innerhalb von 90 Tagen nach dem Aufenthalt starteten.

[jr] In ihrer retrospektiven Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von 197 376 COPD-Patienten aus, die aufgrund einer Exazerbation hospitalisiert wurden. Die Patienten hatten ein mittleres Alter von 77 Jahren. 58,6 Prozent der Patienten waren weiblich. 1,5 Prozent der Patienten (2721 Patienten) starteten die Lungenrehabilitation innerhalb der ersten 90 Tage nach ihrer Entlassung.

Geringeres Sterberisiko

19,4 Prozent der Patienten (38 302 Patienten) verstarben innerhalb eines Jahres nach ihrem Aufenthalt im Krankenhaus. Hierbei war auffällig, dass das allgemeine Sterberisiko bei den Patienten, die innerhalb von 90 Tagen nach dem Krankenhausaufenthalt eine Lungenrehabilitation starteten, geringer war im Vergleich zu Patienten, die an keiner oder erst nach mehr als 90 Tagen nach der Entlassung an einer Lungenrehabilitation teilnahmen (HR: 0,63; 95 % CI: 0,57-0,69; p<0,001).

Verschiedene Startdaten sind möglich

Der Vorteil der Lungenrehabilitation war bei verschiedenen Startdaten innerhalb der 90 Tage ersichtlich. Dies war auch der Fall, wenn mit der Lungenrehabilitation erst zwischen dem 61. und dem 90. Tag nach der Entlassung gestartet wurde.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen somit die Empfehlung, nach einem Krankenhausaufenthalt aufgrund einer COPD-Exazerbation, an einer Lungenrehabilitation teilzunehmen. Dies sollte innerhalb der ersten 90 Tage erfolgen.

 

Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie