Thailändische Wissenschaftler identifizierten Risikofaktoren für ein Therapieversagen bei Patienten, die aufgrund einer akuten COPD-Exazerbation hospitalisiert werden mussten.

[jr] In einer retrospektiven Kohortenstudie, welche zwischen dem 01. Januar 2013 und dem 31. Oktober 2019 durchgeführt wurde, untersuchten die Forscher mögliche Risikofaktoren, die zu einem Therapieversagen bei COPD-Patienten auf der Beobachtungsstation der Notaufnahme führten.

Vergleich von Patienten mit und ohne Therapieversagen

Hierzu analysierten sie die elektronischen Krankenakten von 220 Patienten, die aufgrund einer akuten Exazerbation auf die Beobachtungsstation der Notaufnahme kamen. Die Patienten wurden, je nachdem, ob die Behandlung erfolgreich verlief oder nicht in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Als nicht erfolgreich galt die Therapie, wenn die Patienten mehr als 48 Stunden in der Notaufnahme verbringen mussten, sie innerhalb der nächsten 72 Stunden erneut in die Notaufnahme aufgenommen werden mussten oder wenn sie innerhalb eines Monates erneut hospitalisiert wurden. Bei 37,3 Prozent der Patienten war die Behandlung nicht erfolgreich.

Identifizierte Risikofaktoren

Beim Vergleich der beiden Patientengruppen identifizierten die Wissenschaftler folgende Risikofaktoren für ein Therapieversagen:

  • Arrhythmien (OR: 3,8; 95 % CI: 1,04-13,9)
  • Diabetes mellitus (OR: 2,32; 95 % CI: 1,09-4,95)
  • Langzeit-Sauerstofftherapie (OR: 2,89; 95 % CI: 1,08-7,72)
  • Verwendung von kurzwirksamen Beta-Agonisten (OR: 6,06; 95 % CI: 1,98-18,62)
  • Anzeichen einer Pneumonie auf den Röntgenaufnahmen (OR: 3,24; 95 % CI: 1,06-9,95)
  • Zeit in der Notfallaufnahme von weniger als 4 Stunden (OR: 2,95; 95 % CI: 1,08-3,73)

 

Bestimmte Faktoren, wie zum Beispiel Arrhythmien, Diabetes mellitus oder Langzeit-Sauerstofftherapie gingen mit einem erhöhten Risiko für ein Therapieversagen bei Patienten, die aufgrund einer akuten COPD-Exazerbation in die Notaufnahme kamen, einher.

 

 

 

Quellen: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie