Physiotherapie scheint einen positiven Effekt auf Patienten mit Osteoarthritis zu haben. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher in ihrer Studie, auf welche die European League Against Rheumatism (EULAR) hinweist.

[jr] Norwegische Forscher untersuchten in ihrer randomisierten kontrollierten Studie die Auswirkungen von Physiotherapie, Eigenübungen und angepasstem Sport auf Patienten, welche von Osteoarthritis betroffen waren.

Bewegungsprogramm

In der Studie wurden 393 Patienten zufällig auf zwei Gruppen verteilt. 284 waren in der Interventionsgruppe. Sie führten ein spezielles Osteoarthritisprogramm aus. Das Bewegungsprogramm wurde auf Basis internationaler Bewegungsempfehlungen von Osteoarthritis (OA) der Hüfte und des Knies entwickelt. Interventionen fanden über einen Zeitraum von acht bis 12 Wochen statt, waren individuell auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten  und wurden von Physiotherapeuten angeleitet. Zudem wurden sie einmalig für drei Stunden hinsichtlich des Programms geschult. 109 Probanden wurden der Kontrollgruppe zugeteilt und erhielten die Standardbehandlung.

OP-Häufigkeit gesenkt

Bei den  Patienten der Interventionsgruppe steig nicht nur die Zufriedenheit, das Bewegungsprogramm wirkte sich auch auf die Häufigkeit einer Operation aus. Während des Beobachtungszeitraum erhielten vier Pro­zent der Patienten in der Behandlungsgruppe ein Kunstgelenk. In der Kontrollgruppe waren es hingegen elf Prozent.

„Einmal mehr sehen wir, wie wichtig und wirkungsvoll eine konsequente konservative Therapie für unsere Osteoarthritis-Patienten ist“, so der EULAR-Experte John Isaacs von der Newcastle University, Großbritannien, laut Ärzteblatt.

Er fordert: „Eine an den internationalen Empfehlungen für die Behandlung von Osteoar­thri­tis angelehnte konservative Versorgung sollte Standard für alle Betroffenen werden.“

 

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Quellen: Ärzteblatt, Originalstudie