Verschiedene Studien haben bereits belegt, wie wichtig Reha-Maßnahmen bei COPD-Patienten sind. Eine Studie irischer Forscher belegt zeigt, dass dies auch für übergewichtige COPD-Patienten gilt.

[jr] COPD hat mitunter Auswirkungen auf das Gewicht der Betroffenen. Manche Patienten sind untergewichtig, andere wiederum adipös. Beide Extreme können sich negativ auf den Krankheitsverlauf bei einer COPD auswirken.

Die Einteilung in untergewichtig, normalgewichtig oder übergewichtig erfolgt anhand des sogenannten Body-Mass-Index (BMI). Der BMI ist eine Maßzahl für das Körpergewichts eines Menschen im Verhältnis zu seiner Körpergröße. Von Übergewicht spricht man ab einem BMI von 25,0. Untergewicht beginnt bei einem BMI von weniger als 18,5. Dazwischen liegt das Normalgewicht.

Wissenschaftler aus Irland stellten sich die Frage, welche Wirkung ein Reha-Programm bei normalgewichtigen Patienten im Vergleich zu übergewichtigen hatte.

Vergleich zwischen normal- und übergewichtigen COPD-Patienten

Hierzu analysierten die Forscher Daten von 155 COPD-Patienten, die zwischen 2012 und 2014 an einem Reha-Programm teilnahmen, aus.

Mehr Belastbarkeit und Wohlbefinden nach Reha – unabhängig vom Gewicht

Die Forscher werteten aus, wie die Reha-Teilnehmer jeweils bei Fitnesstests abgeschlossen hatten und wie sie die Auswirkungen der Erkrankung auf ihr Wohlbefinden und Alltagsleben einschätzten (CAT-Fragebogen). In allen Gewichtsgruppen verbesserte sich die Belastbarkeit der Teilnehmer nachweislich und im gleichen Ausmaß. Auch die persönliche Einschätzung der Auswirkungen der COPD auf Wohlbefinden und Alltagsleben der Teilnehmer verbesserte sich signifikant. Unabhängig vom Gewicht der Teilnehmer, konnten die Forscher eine deutliche Verbesserung feststellen. Diese unterschied sich nicht zwischen den einzelnen Gruppen.

Das Fazit der Wissenschaftler: Die Belastbarkeit wie auch die Auswirkungen auf das Wohlbefinden und den Alltag der Teilnehmer lässt sich durch Reha-Maßnahmen verbessern. Dabei spielt das Gewicht der COPD-Patienten keine Rolle.

 

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Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie