Der Eintritt in die kalte Jahreszeit bringt steigende Coronazahlen mit sich. Ein Förderprogramm für Lüftungssysteme soll die Ansteckungsgefahr reduzieren.

Mit Blick auf die stetig steigenden Coronazahlen steigt auch die Gefahr der Ansteckung: Virenhaltige Aerosole, kleinste Flüssigkeitspartikel in der Luft, haben es jetzt deutlich einfacher als bei gutem Wetter: In der kalten Jahreszeit halten sich die meisten Menschen wieder öfter in geschlossenen Räumen auf. Und auch, wenn viel über ausreichendes Lüften gesprochen wird, die meisten öffnen die Fenster zu selten. So können sie die Wärme zwar drinnen halten, gefährliche Aerosole verteilen sich dadurch jedoch leichter.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt dazu: „Wir alle haben gelernt, dass Aerosole entscheidend sind bei der Übertragung des Corona-Virus. Die Hygiene der Luft in Innenräumen hat eine große Bedeutung für den Infektionsschutz – besonders dann, wenn wir demnächst wieder alle mehr Zeit drinnen verbringen. Daher werden wir raumlufttechnische Anlagen fördern, die die Viruskonzentration in einem Raum enorm vermindern können. Mit dem Förderprogramm leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, auch in der kalten Jahreszeit die Ansteckungsgefahr mit Corona zu reduzieren, dort, wo tagtäglich viele und wechselnde Personen aufeinander treffen: in Hörsälen und Schul-Aulen, in Theatern und Museen, in kommunalen Versammlungsräumen und Bürgerhäuser.“

Eine Förderung sollen RLT-Anlagen in Gebäuden und Versammlungsstätten von Ländern und Kommunen sowie von Trägern, die durch Beteiligung oder auf sonstige Weise überwiegend öffentlich finanziert werden und die nicht wirtschaftlich tätig sind, erhalten. Das können Kantinen, Hörsäle und Aulen sein. Für die Förderung gilt ein Höchstgrenzwert von 100.000 Euro.

Wie die Tagesschau berichtet, tritt die entsprechende Förderrichtlinie am 20. Oktober in Kraft. Eine Antragstellung soll bis Ende 2021 möglich sein.

 

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Quellen: Tagesschau, Die Bundesregierung