Die Telemedizin erlebt gerade in Zeiten von Corona zunehmend Aufschwung. Amerikanische Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie die Versorgung durch Telemedizin bei Patienten mit rheumatoider Arthritis im Vergleich zu persönlicher Betreuung.

[jr] 122 Patienten mit rheumatoider Arthritis konnten persönliche oder telemedizinische Betreuung durch ihren Rheumatologen wählen. Die Studienteilnehmer wurden mit dem RAPID3 (Routine Assessment of Patient Index Data 3) und Umfragen zur Telemedizin zu Beginn der Studie und nach sechs beziehungsweise 12 Monaten befragt.

Keine Unterschiede ersichtlich

Nach 12 Monaten hatten 52 Prozent der insgesamt 122 Patienten Telemedizin genutzt. Die univariate Analyse zeigte, dass sich der funktionelle Status bei Patienten in der Telemedizin-Gruppe über 12 Monate verbesserte. Die RAPID3-Ergebnisse und der funktionelle Status waren mit Telemedizin assoziiert, aber ohne eine ersichtliche statistisch signifikante Veränderung über die 12 Monate. Die Anzahl der Besuche, die die Krankheitsaktivität dokumentierten, unterschied sich zwischen Patienten mit und ohne Telemedizin nach 12 Monaten (25 % vs. 40 % ) in der univariaten, aber nicht in der multivariaten Analyse.

Im kurzfristigen Zeitraum konnten keine signifikanten Unterschiede in den meisten Ergebnissen und Qualitätsmessungen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, die Telemedizin oder persönliche Betreuung erhielten, beobachtet werden.

 

Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie