Im Rahmen der Physio-Konferenz live informierten Physio Deutschland und VPT die Teilnehmer unter anderem zum aktuellen Stand des Bundesrahmenvertrags.

[tb] Der neue Bundesrahmenvertrag wird die bisherigen Zulassungsempfehlungen ablösen und regeln, wie Behandlungen künftig abgegeben und abgerechnet werden müssen, welche Inhalte die Leistungen haben und inwiefern fehlerhafte Angaben zu korrigieren sind. Außerdem wird im neuen Dokument dann festgelegt sein, welche Zulassungsvoraussetzungen künftig gelten, wie es mit den Fortbildungen weitergeht und welche Vergütung Therapeuten künftig erwarten können. Nachdem die Verbände im Oktober 2020 gegenüber der Schiedsstelle das Scheitern der Verhandlungen erklärt hatten, folgte im November eine ausführliche Begründung der Forderungen.

Fragen aus der Praxis

Zur digitalen Konferenz  sendeten Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis über einen Kurzfilm konkrete Fragen zum neuen Bundesrahmenvertrag in die Runde. Erwartungsgemäß lagen hier die Themen Vergütung, Bürokratie und mehr therapeutische Freiheit vorne. Andrea Rädlein und Hans Ortmann betonten, dass neben einer angemessenen Vergütung, Themen wie Entbürokratisierung, Professionalisierung und Flexibilisierung in der Therapiegestaltung sehr wichtig seien.

Dissens und Konsens

Elke Maßing, Referatsleiterin Heilmittel beim GKV-Spitzenverband, vertrat die Position der gesetzlichen Krankenkassen zu einzelnen Themenbereichen. Beim Thema Vergütung und bei der Modernisierung der Leistungsbeschreibung gab es erkennbare Unterschiede zu den Positionen der Verbandsvertreter. Es war aber durchaus auch die Bereitschaft erkennbar, weiter an Lösungen bei den zwischen den Vertragspartnern strittigen Punkten zu arbeiten.

Einigkeit bestand darüber, dass der neue Bundesrahmenvertrag deutlich zum Bürokratieabbau in den Praxen beitragen wird. Denn: Der neue Bundesrahmenvertrag wird 28 derzeit noch geltende Rahmenverträge in den einzelnen Bundesländern mit verschiedenen Kostenträgern bündeln.

Derzeit laufen  weitere Gespräche zwischen den Verhandlungspartnern. Ziel ist es, einen Teil der insgesamt 46 Forderungen noch vor der mündlichen Verhandlung möglichst zu konsentieren. Der Termin für die erste mündliche Verhandlung mit der Schiedsstelle ist für den 27. Januar 2021 geplant.

Quelle: VPTPhysio Deutschland

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