In ihrer randomisierten Studie konnten Forscher aus Schweden zeigen, dass ein angeleitetes High Intensity Training sowohl kurz- wie auch langfristige positive Auswirkungen auf das gesundheitsbezogene Verhalten bei Patienten, welche unter axialer Spondyloarthritis leiden, hatte.

[jr] Das Training hatte auch langfristig einen positiven Einfluss auf die Überzeugungen und die Einstellungen der Patienten zu Sport. Die Teilnehmer der skandinavischen Studie blieben auch häufiger über das Training hinaus körperlich aktiv.

Die Sekundäranalyse berücksichtigte Patienten im Alter zwischen 23 und 69 Jahren, welche an axialer Spondyloarthritis erkrankt waren. Die Studienteilnehmer wurden zufällig auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die Interventions- und Kontrollgruppe umfasste jeweils 50 Patienten. Die Patienten der Interventionsgruppe führten zweimal pro Woche ein angeleitetes Ausdauer- und Kraftprogramm und zusätzlich eine frei gewählte individuelle Kardioeinheit über einen Zeitraum von drei Monaten durch, während die Kontrollgruppe ihre üblichen körperlichen Aktivitäten durchführte. Die Studienteilnehmer beantworteten den Exercise Health Beliefs Fragebogen jeweils zu Beginn, nach drei Monaten und nach 12 Monaten. Der Fragebogen ergibt Werte zwischen 20 und 100, wobei 100 den höchsten Wert für das gesundheitsbezogene Verhalten darstellt. Der Fragebogen umfasst Fragen zu Hinderungsgründen für Sport, Vorteile von Sport, Selbsteffizienz und den Einfluss von Sport auf die Erkrankung.

Positive Effekt hielten bis zu 12 Monate an

Mit 76 Prozent folgte die Mehrheit der Probanden in der Übungsgruppe mindestens 80 Prozent der verschriebenen Übungsprotokolle. Von den Wissenschaftlern konnte ein signifikanter Effekt der Intervention auf den Exercise Health Belief nach 3 Monaten beobachtet werden. Der geschätzte durchschnittliche Unterschied zwischen den Gruppen betrug 4,0. Dieser Effekt war auch noch nach 12 Monaten deutlich dokumentierbar. Teilnehmer mit höheren Werten des Exercise Health Belief Fragebogens zeigten nach 12 Monaten auch eine höhere Odds Ratio für körperliche Aktivität.

 

Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie

 

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