Wissenschaftler aus Italien führten eine Metaanalyse durch, um herauszufinden, welche Art von Atemtraining bei COPD am effektivsten ist. Yoga hatte scheinbar den größten Effekt auf die Lebensqualität der Probanden.

[jr] Patienten, welche an COPD leiden, nehmen oft eine Vielzahl von Medikamenten zu sich. Neben der pharmakologischen  Therapie, sollte jedoch auch die nicht-pharmakologische Methoden, wie Atemübungen,  miteinbezogen werden. Italienische Forscher wollten herausfinden, welche Art der Atemübung bei COPD am wirksamsten ist.

Drei Interventionsgruppen

Hierzu führten sie eine Datenbank-basierte Metaanalyse durch, in welcher sie Medline, Embase, Cochrane Library und ClinicalTrials.gov databases nach geeigneten Studien durchsuchten. Berücksichtigt wurden nur randomisierte kontrollierte Studien, die Atemübungen bei COPD untersuchten. Sechs Studien waren geeignet. Insgesamt enthielten diese die Daten von 280 COPD-Patienten. Diese sechs, in die Metaanalyse inkludierten, Studien beinhalteten vier Patientengruppen: Yoga, Training der Zwerchfellatmungs, Gesangskurs und eine Kontrollgruppe.

Mit Hilfe einer indirekten Netzwerk-Metaanalyse verglichen die Wissenschaftler die verschiedenen Interventions-Gruppen im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (St. George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ)) und erstellten eine entsprechende Rangfolge (basierend auf  den  Surface  Under  the  Cumulative  Ranking  Curves  (SUCRA)).

Yoga am effektivsten

Die Rangfolge der effektivsten Atemübungen ergab sich wie folgt:

  • Yoga war mit 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit die effektivste Behandlung.
  • An zweiter Stelle stand mit 66-prozentiger Wahrscheinlichkeit das Training der Zwerchfellatmung.
  • Auf Platz drei mit 35-prozentiger Wahrscheinlichkeit war der Gesangskurs.
  • Auf dem letzten Platz fand sich die Kontrollgruppe mit einer Wahrscheinlichkeit von 21 Prozent wieder.

 

Yoga scheint somit am meisten geeignet zu sein, um die Lebesqualität von COPD-Patienten zu verbessern.

 

Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie

 

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