Auf der Rückseite der neuen Verordnungsvordrucke für die vertragsärztliche und vertragszahnärztliche Versorgung mit Heilmitteln gibt es unter der Überschrift „Empfangsbestätigung durch den Versicherten“ neuerdings die Spalte „Leistungserbringer“. Der IFK meldet, es gebe keine rechtliche Grundlage, dass der behandelnde Physiotherapeut diese Spalte ausfüllen müsse.

[tb] Und dennoch würden immer mehr Kolleginnen und Kollegen melden, dass einzelne Krankenkassen ihre Verordnungen absetzen würden, weil die Spalte nicht ausgefüllt sei, so der Verband in einer aktuellen Meldung. Grund dafür sei vermutlich, dass der GKV-Spitzenverband einen Fragen-Antworten-Katalog zum neuen Verordnungsmuster veröffentlicht habe. Darin hatte es in einer ersten Version die Information gegeben, dass die betreffende Spalte von den Therapeuten ausgefüllt werden müsse. Dieser – fehlerhafte – Hinweis sei nun in der aktualisierten Fassung verschwunden.

Denn die Vorgabe entsprächen nicht den Tatsachen, erklärt der IFK. Dass Therapeuten die Abgabe einer Leistung mit einem Namenskürzel und/oder ihrer Unterschrift bestätigen sollten, sei lediglich eine Forderung des GKV-Spitzenverbands. Die maßgeblichen Physiotherapieverbände hätten diese Forderung kategorisch abgelehnt. Daher gehöre diese Regelung zu den Inhalten, über die die unabhängige Schiedsstelle noch entscheiden müsse.

Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) habe den GKV aufgefordert, den Fragen-Antworten-Katalog anzupassen und gegenüber ihren Mitgliedskassen klarzustellen, dass Absetzungen aufgrund eines fehlenden Eintrags in der Spalte „Leistungserbringer“ nicht sachgemäß seien.

Quelle: IFK

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