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01. März 2021

Erfolgreiches Klageverfahren gegen die DAK-Gesundheit

Die Rechtsanwaltskanzlei Alt und Partner hat vor dem Sozialgericht München ein Klageverfahren für einen Physiotherapeuten gegen die DAK-Gesundheit geführt, in welchem die Krankenkasse sich am Schluss dazu bereit erklärte, sowohl Behandlungskosten wie auch eine Verzugspauschale von 40 Euro zu zahlen (Aktenzeichen S 3 KR 1199/20).

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Sebastian Duda / shutterstock.com

[tb] Die Rechtsanwaltskanzlei Alt und Partner berichtet in einer aktuellen Meldung von folgendem Fall:

Es seien Behandlungen einer bei der DAK-Gesundheit versichert Patientin erfolgt, die zu einer Rechnung in Höhe von 132,56 Euro geführt hätten. Das zuständige Abrechnungszentrum habe dann für die DAK-Gesundheit mitgeteilt, dass die Behandlungskosten nicht übernommen würden. Der Abrechnungsdienstleister der DAK habe sich darauf berufen, dass die Leistungen nicht entsprechend der gültigen Heilmittelrichtlinie abgegeben worden seien, weil eine Entlassmanagementverordnung vorgelegen habe und die Fristen überschritten worden wären.

Der Therapeut habe sich dann von seinem Abrechnungsdienstleister die Ansprüche zurückabtreten lassen und einen Widerspruch eingeschickt. Darin sei dargestellt worden, dass die Verordnung nicht als Verordnung im Rahmen des Entlassmanagements erkennbar gewesen sei und diesbezüglich keine Prüfpflicht bestanden habe. Es sei insbesondere darauf hingewiesen worden, dass die Arztnummer vom Therapeuten nicht überprüft werden müsse.

Nach weiteren erfolglosen Bemühungen des Therapeuten, zu seinem Recht zu kommen, sei das Klageverfahren dann mit rechtsanwaltlicher Hilfe durchgeführt worden. Im September 2020 sei die Klage eingereicht worden, am 18. Februar 2021 habe die DAK-Gesundheit dann erklärt, dass sie ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht die vollständig eingeklagten Geldbeträge zahlen und ebenso die Kosten des Rechtsstreits tragen würde.

Sollten Praxen mit derart unberechtigten Absetzungen zu tun haben, lohne es sich im Regelfall das Klageverfahren mit rechtsanwaltlicher Hilfe  durchzuführen.

Quelle: Rechtsanwaltskanzlei Alt und Partner

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