Vor der Pandemie dachten wir in der pt Redaktion noch, dass wir 2021 mal nach Dubai fliegen würden. Doch dann kam Corona und die Kongresswelt digitalisiert sich. Eine Reise wäre schön gewesen, aber die virtuelle Teilnahme an Veranstaltungen hat auch Vorteile. Im Garten, auf dem Sofa oder auf der Gymnastikmatte – Therapeutinnen und Therapeuten können dieses Jahr den Experten von jedem Ort aus zuhören. Die pt war schon in Kapstadt und in Genf mittendrin statt nur dabei. Und dieses Jahr jetten wir auch online mit.

[tb] Emma Stokes, die Präsidentin von World Physiotherapy, berichtet in ihrem Video „World Physiotherapy Congress 2021 moves online“ von der Entscheidung für die virtuelle Variante in 2021.

 

Kurz gesagt: Emma sieht in dieser Entwicklung auch eine Chance – dem können wir nur zustimmen!

Allein schon die Registrierungskosten sind deutlich geringer, als sonst. Man braucht keinen Flug, kein Hotel, Essen gibt´s zu Hause… Online-Events haben durchaus auch Vorteile.

Zum Weltkongress versammeln sich bekannte Fachleute aus der ganzen Welt, es gibt Symposien, Seminare und Präsentationen, das ist klar. Dieses Jahr gibt es aber aufgrund des besonderen Formats ein paar neue Dinge, die sich die pt Redaktion genauer anschauen wird.

Inspirieren lassen

Der persönliche Austausch kommt bei einem virtuellen Kongress meist zu kurz. Dafür gibt es in diesem Jahr neben den Möglichkeiten zum Netzwerken und zur Diskussion auch sogenannte Inspiration Sessions, die einen informellen Charakter haben. Experten diskutieren dort zu Themen der Zeit. Diese Sessions sollen dabei „Food for Thought“ liefern. Wir in der pt-Redaktion finden vor allem die Themen Environmental physiotherapy (IN-11), Pain (IN-06) und COVID-19 and mental health (IN-14) interessant.

State of the Art Presentations

Hier sind zwölfminütige Plattformpräsentationen geplant zu aktuellen Themen mit hohem Einfluss auf die Praxis. Der Praxistransfer aus der Forschung ist bei der pt das Kernthema, daher werden wir uns auch einige Themen in diesem Format einplanen.

Drei Monate Kongress schauen …

Was uns von ständigen Deadlines geplagten Redakteuren und bestimmt auch vielen anderen Kollegen sehr entgegenkommt ist die Tatsache, dass Teilnehmer die Symposien, Vorträge und Präsentationen über einen Zeitraum von drei Monaten abrufen können. Das entzerrt die ganze Sache, man muss nicht unbedingt vier Stunden am Stück zuhören und von Saal zu Saal hetzen. Montag ein Vortrag beim Kaffee, Donnerstagabend einer mit Pizza und Sonntag der nächste beim Brunch. Gar nicht so schlecht!

Übersetzung durch Künstliche Intelligenz

Nein, es sitzt kein Roboter im Kämmerchen und flüstert uns die Übersetzung ins Ohr. Geplant ist eine KI gesteuerte Übersetzung der englischen Vorträge in verschiedene Sprachen. Wir sind gespannt, wie gut das funktioniert. Wir hören die Themen zwar prinzipiell lieber im Original, aber eine angezeigte Übersetzung ist schon verlockend. Das ist jedenfalls ein klarer Vorteil der digitalen Variante und ein Argument für alle, die sonst keine internationalen Veranstaltungen mit Englisch als Kongresssprache besuchen würden.

Unsere pt Interviews von den Kongressen in Kapstadt und Genf geben einen kleinen Einblick:

In Kapstadt hatten wir zudem die Gelegenheit, ein Interview mit Emma Stokes aufzuzeichnen.

Mehr Infos:

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