Die Berufsgenossenschaft für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege (BGW) hat die Zusammenfassung der aktuellen Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für therapeutische Praxen überarbeitet, meldet Physio Deutschland. Außerdem informiert der Verband zu den aktuellen Änderungen beim Entlassmanagement.

[tb] Ein Update gibt es zu den Themen Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie der BGW und Entlassmanagement.

Corona-Arbeitsschutzstandard

Es gebe nun eine Fassung des Branchenstandards für Physio- und Ergotherapiepraxen sowie Praxen für Logopädie, die auch die aktuelle SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (ArbSchV) und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) berücksichtigen würden, erklärt Physio Deutschland.

Die aktuelle Fassung vom 6. April 2021 gibt es hier.

Auf der BGW-Seite gibt es darüber hinaus auch Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Corona-Arbeitsschutzstandards in Physiotherapiepraxen.

Wichtig: Jedes Bundesland oder der Bund könne ergänzend zu den BGW-Standards oder darüberhinausgehend eigene Vorgaben machen, die verpflichtend gelten können. Daher seien gegebenenfalls zusätzlich die landesspezifischen Informationen im entsprechenden Bundesland zu berücksichtigen.

Entlassmanagement

Am 18. März 2021 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Corona-Sonderregelungen angepasst und verlängert, wie die Verbände berichteten. Physio Deutschland gibt in einer aktuellen Meldung nun noch einen speziellen Hinweis zur Neuregelung des Entlassmanagements.

Nach aktuellem Beschluss des G-BA, müsse die Therapie nun wieder – wie in der Heilmittel-Richtlinie normal geregelt – spätestens am 7. Tag nach Entlassung des Patienten beginnen. In den letzten Monaten sei dies bis zum 14. Tag nach der Entlassung möglich gewesen.

In § 16 a Abs. 3 regele der G-BA allerdings weiterhin, dass die Behandlung spätestens 21 Kalendertage nach Entlassung abgeschlossen sein muss. Hierbei müsse der Entlasstag nicht mitgerechnet werden. Unverändert würde auch die Regelung bleiben, wonach vom Krankenhausarzt Heilmittel für einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen (anstatt 7 Tagen) verordnet werden können.

Der Beschluss tritt mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, meldet der Verband. Die vom G-BA beschlossenen befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind hier zu finden.

Quelle: Physio Deutschland

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