Nach dem im März 2020 in Kraft getretenen Masernschutzgesetz müssen Kinder und Beschäftigte in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen einen ausreichenden Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern nachweisen, meldet der VPT.

[tb] Für Praxispersonal, welches bereits zum Stichtag 1. März 2020 beschäftigt war, ende die Frist am 31. Dezember 2021, erklärt der Verband in einer aktuellen Meldung. Bisher galt eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2021.

Personen, die erst nach diesem Stichtag eingestellt oder tätig wurden, müssen den geforderten Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beziehungsweise eine Immunität gegen Masern vor Beginn ihrer Tätigkeit erbringen. Sie würden nicht unter die Übergangsregelung fallen.

Alle Praxen sollten daher damit rechnen, noch in diesem Jahr vom Gesundheitsamt kontrolliert zu werden, weil die Übergangsfrist für viele Personen gar nicht gelten würde, so der VPT. Erste Kontrollen durch Gesundheitsämter seien dem Verband bereits gemeldet worden.

Für wen gilt die Pflicht zur Masernimpfung?

Die Impfpflicht gilt nach Angaben des VPT für die Therapiekräfte sowie für Rezeptionspersonal und auch für Reinigungspersonal, wenn sie mit Betroffenen in einem Raum zusammen kommen.

Die Impfpflicht gelte nur für Personen, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind.

Fristverlängerung aufgrund der Corona-Pandemie

Die Verlängerung der Nachweispflicht bis zum 31. Dezember gehe auf das „Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen“ vom 29. März zurück. Damit solle den Einrichtungen und Behörden vor dem Hintergrund der Bewältigung der SARS-CoV-2 Pandemie mehr Zeit zur Umsetzung des Masernschutzgesetzes eingeräumt werden.

Weitere Infos gibt es bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Quelle: VPT

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