Daniel Hummen, Physiotherapeut und Institutsleiter bei der medicoreha Dr. Welsink Unternehmensgruppe, betreut das deutsche Fecht-Team bei den Olympischen Spielen vom 23. Juli bis zum 8. August in Japan.

[jr] Die Wettkämpfe des Deutschen Fechtteams bei den Olympischen Spielen in Tokyo werden im Rhein-Kreis Neuss sicher mit besonderem Interesse verfolgt: Von dem insgesamt neunköpfigen Team, das für Deutschland antritt, stellt der TSV Bayer Dormagen vier Sportler – die Säbelfechter Max Hartung, Matyas Szabo, Benedikt Wagner und Richard Hübers. Darüber hinaus sorgt ein Neusser dafür, dass das Quartett gesundheitlich dazu in der Lage ist, Bestleistungen zu vollbringen: Daniel Hummen von der wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zum alleinigen Physiotherapeuten für die deutsche olympische Fechtmannschaft berufen.

Verantwortungsvolle Aufgabe

Am 17. Juli flog der Neusser, der seit 2006 bei der Unternehmensgruppe beschäftigt ist und dort auch seine Ausbildung absolviert hat, als sportmedizinischer Betreuer gemeinsam mit den Fechtern nach Japan. Die Berufung durch DOSB sei eine große Ehre und Bestätigung, sagt Daniel Hummen. Er freue sich sehr darauf, „das alles gemeinsam mit den Jungs erleben zu dürfen“. Der 36-Jährige betreut die vier Säbelfechter des TSV Bayer Dormagen bereits seit rund sieben Jahren, hat sie zu Trainingscamps und Turnieren rund um die Welt begleitet. Die Krönung ist nun die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Für diese Aufgabe sei er „aus einem kleinen Kreis von dazu qualifizierten Kollegen“ ausgewählt worden. Voraussetzung ist unter anderem eine zweijährige Fortbildung, die mit einer Sportphysiotherapeuten-Lizenz des DOSB abgeschlossen wird – und natürlich die nötige Erfahrung. Sein Arbeitgeber wurde übrigens bereits 2016 vom DOSB als „spitzensportfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet.

Fechtmannschaft mit Daniel Hummen (rechts).medicoreha
Fechtmannschaft mit Daniel Hummen (rechts).

Dr. Dieter W. Welsink, geschäftsführender Gesellschafter der medicoreha Dr. Welsink Unternehmensgruppe, stellt den Mitarbeiter gerne für diese verantwortungsvolle Tätigkeit frei. Welsink, selbst Physiotherapeut, Sportwissenschaftler und ehemaliger Kanuslalom-Weltmeister, weist auf die hohe Bedeutung der Physiotherapie im Sport hin: „Die heutige Sportmedizin trägt zu 50 Prozent zum Erfolg eines Sportlers bei. Man kann sogar sagen: Physiotherapie ist das einzige legale Doping.“

Rund um die Uhr im Einsatz

„Durch einseitige Bewegungsabläufe kann es beim Fechten zu Fehlbelastungen von Fuß, Kniegelenk und Wirbelsäule kommen“, erläutert Daniel Hummen. Die Gefahr einer Zerrung oder Verletzung sei groß. Die Aufgabe des Physiotherapeuten ist es, rechtzeitig gegenzusteuern – durch die entsprechende Vorbereitung und das Aufwärmen vor dem Wettkampf, das genaue Beobachten der Bewegungen während der Kämpfe und die anschließende Lockerung der Muskeln. Rund um die Uhr ist der Physiotherapeut bei Turnieren für sein Team ansprechbar – und daher auch mit den Fechtern im Olympischen Dorf in Tokyo untergebracht.

Quelle: medicoreha

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