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16. September 2021

Aktionsbündnis für bedarfsgerechte Heil- und Hilfsmitteversorgung gegründet

Bei der Übergabe der Petition “Stoppt die Blockade der Krankenkassen bei der Versorgung schwerbehinderter Kinder/Erwachsenener” an den Petitionsausschuss des Dt. Bundestages am 19. Mai 2021 fand sich spontan eine größere Gruppe von Unterstützern, bestehend aus Einzel-Personen und Verbänden/Organisationen, die sich zum Aktionsbündnis für bedarfsgerechte Heil- und Hilfsmittelversorgung zusammenschlossen.

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[jr] Die sportlichen Leistungen der Athleteninnen und Athleten mit Behinderungen bei den Paralympics sind großartig. Dabei werden Handicaps durch bedarfsgerechte Hilfsmittel, z. B. Orthoprothesen, Spezialrollstühle und abgestimmte technische Versorgungen ausgeglichen. Dieser individuelle Bedarf an Hilfsmitteln zeigt sehr anschaulich, dass für jeden individuellen Behinderungsgrad eine Hilfsmittelversorgung erforderlich ist, die eine optimale sportliche Leistung ermöglicht.

Das Ergebnis ist eine individuelle Höchstleistung mit Behinderung und damit eine Teilhabe an Sportwettkämpfen. Diese Teilhabe-Optimierung muss auch jedem anderen behinderten Menschen offenstehen und die dafür erforderlichen Hilfsmittel sind individuell und zeitnah anzupassen. So gelingt Teilhabe, Inklusion, stabiles Selbstwertgefühl und bestmögliche schulische und berufliche Förderung und damit eine Integration in unsere Gesellschaft.

Da die bedarfsgerechte Heil- und Hilfsmittelversorgung in vielen Fällen – auch leider in zeitkritischen
Entwicklungsphasen bei Kindern und Jugendlichen – durch Ablehnungen seitens der Krankenkassen (oft via „Gutachten“ des Medizinischen Dienstes) zu unakzeptablen Abläufen führt, ist dringender
Handlungsbedarf zur Verbesserung erforderlich!

Bei der Übergabe der Petition: “Stoppt die Blockade der Krankenkassen bei der Versorgung
schwerbehinderter Kinder/Erwachsenener” an den Petitionsausschuss des Dt. Bundestages am 19. Mai
2021 fand sich spontan eine größere Gruppe von Unterstützern, bestehend aus Einzel-Personen und
Verbände/Organisationen. Aus der Petition mit über 55.000 Unterschriften sowie den zahlreichen
schlechten Erfahrungen aller Beteiligten leiten wir die Notwendigkeit und die Verpflichtung ab, hier
umgehend Abhilfe zu schaffen.

Mehr Informationen zum Aktionsbündnis hier.

Quelle: rehaKIND e.V.

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