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23. November 2021

Geistesblitze – der Science Slam über das Gehirn in der Volksbühne Berlin

Heute ist es wieder soweit: Beim 6. Science Slam „Geistesblitze“ – unterstützt durch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) – präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Volksbühne Berlin in knackigen zehn Minuten kreativ, verständlich und unterhaltsam das Neueste aus ihrem Forschungsbereich. Am Ende entscheidet das Publikum mittels der Applausstärke, wer den Preis für den besten Vortrag bekommt.

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lassedesignen / shutterstock.com

Wissenschaft kurz, verständlich und witzig: Das ist Science Slam! Heute Abend beschäftigen sich die Slammer mit Themen aus dem Bereich der Neurologie und Neurowissenschaften, es geht also um Gehirn und Nerven – und beides wird bei der Veranstaltung neben den Lachmuskeln massiv stimuliert. „Wir unterstützen diese Veranstaltung, da es unser Ziel ist, neurologische Themen in die Breite zu tragen und die Faszination des Fachs erlebbar zu machen“, erklärt David Friedrich-Schmidt von der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

In der Volksbühne in Berlin erwartet Sie in diesem Jahr u.a. Dr. Lucia Feldmann mit „Tune your brain! – wie Oszillationen unsere Therapie verbessern könnten“. Die Neurowissenschaftlerin aus Berlin spricht über die Entwicklung einer personalisierten Therapie des Parkinson-Syndroms durch adaptive Tiefe Hirnstimulation. Das Verfahren, im Volksmund auch Hirnschrittmacher genannt, wird seit einigen Jahren bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson angewendet und kann erfolgreich und oft über eine längere Zeit die Symptome mindern. „In meinem letzten Studienjahr habe ich diesen beeindruckenden Effekt bei Betroffenen erlebt und war begeistert“, erklärt Dr. Feldmann.

Kim Ludwig-Petsch, Physiker aus München, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Rolle des körperlichen Erlebens beim Lernen von Physik, z.B. an einem Ort wie dem Museum. Fragen, die er beleuchtet, sind: Wie kann der Ort und das Erleben Einfluss auf das Lernen nehmen – und wie kann dieses Lernen medial (z.B. durch Augmented Reality) gefördert werden? Das Motto, unter das Kim Ludwig-Petsch, der in der Abteilung Physikdidaktik der TU Kaiserslautern und in der Bildungsabteilung im Deutschen Museum arbeitet, seinen Beitrag stellt, lautet „Lass es mich tun, und ich werde es können“.

Der Neurobiologe Dr. Konrad Lehmann slammt über die Umweltabhängigkeit des Gehirns und dessen kreative Leistungen. „Umweltgegebenheiten wirken auf die Kreativität – sei es als Antrieb, sei es als Ideengeber. Bei einem Spaziergang fällt uns mehr ein als am Schreibtisch. Das hat verschiedene Gründe, doch einer der faszinierendsten ist, dass bereits der (bewegte) Körper zur Umwelt zählt,“ erklärt der Labormanager und Projektmitarbeiter am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Phantasie und Kreativität sind Themen, die ihn seit seiner Jugend beschäftigen – und als Neurobiologe hat er viel über die Formbarkeit und Umweltabhängigkeit des Gehirns gelernt.

Es ist also gut möglich, dass auch der Abend in der Volksbühne die Kreativität der Zuschauer beflügelt – diese Chance sollte niemand verpassen!

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ECKDATEN

Wann: 23.11.2021, 20:00 Uhr

Wo: Volkbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstr. 227, 10178 Berlin

Tickets gibt es unter: www.volksbuehne.berlin

Es gilt die die 2G-Regel. Entsprechend sind Vorstellungsbesuche ab diesem Tag nur noch mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung möglich (2G). Infos zu den aktuellen Hygenievorschriften des Veranstalters finden Sie hier.

Quelle: idw

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