_Praxis

Verletzungen der Hamstrings bei Sportlern vermeiden

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​Gerade im Leistungssport werden ständig Fragen gestellt: Wäre eine Verletzung vermeidbar gewesen? Wenn ja, wie? Kann man Risikoathleten identifizieren? Wie erfolgreich kann Prävention sein? Unser Autor ist Sportphysiotherapeut und untersucht die aktuelle Evidenz, außerdem stellt er Assessments und Übungen vor. Zur Vertiefung gibt es Bonusmaterial: Interview- und Fachvideo.

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Wir schreiben das Jahr 1992: Das Halbfinale im 400-Meter-Lauf bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona hat soeben begonnen. Der favorisierte Brite Derek Redmond findet gut ins Rennen, doch plötzlich greift er sich an den hinteren Oberschenkel und sinkt zusammen. Auf die Schultern seines Vaters gestützt, beendet er auf bewegende Art und Weise das Rennen und wird zum YouTube-Hit. 18 Jahre später ereilt den Fußballstar Fernando Torres in den Schlussminuten des WM-Finales gegen die Niederlande ein ähnliches Schicksal: Ein vielversprechender langer Ball erreicht ihn im vollen Lauf, als er mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgeben muss.


​Risikoathleten identifizieren

Hamstringverletzungen im Sport sind gewiss keine Neuheit und betreffen sowohl Hobbysportler als auch Profis. Doch warum bleibt trotz immer besserer Fitness die Häufigkeit gleich beziehungsweise steigt sogar an (1)? Welche Möglichkeiten gibt es für Clubs und Physiotherapeuten, um Risikoathleten zu identifizieren sowie Neu- und Wiederverletzungsraten zu senken?

Leichtathleten, Fußballspieler, Tänzer und viele andere Sportler beklagen sehr oft Hamstringverletzungen (2–6). Im Fußball ist es die häufigste Verletzung überhaupt (7, 8), die nicht nur eine sehr hohe Wiederverletzungsrate (zwölf bis 31 Prozent) hat, sondern Athleten auch bis zu 90 Tage außer Gefecht setzen kann (6, 9)


​Unfallmechanismen

Verletzungen der ischiokruralen Muskulatur lassen sich aufgrund des Unfallmechanismus in zwei Arten einteilen: 72 Prozent entstehen durch Sprints und hohe Laufumfänge – wie bei Fußball, Rugby und Leichtathletik –, während 28 Prozent durch starke Überdehnung zustande kommen, wie etwa beim Tanzen (10–12). Bei der sprintbezogenen Gruppe ist hauptsächlich der Muskel-Sehnen-Übergang des M. biceps femoris betroffen. Überdehnungstraumen hingegen haben meist eine Verletzung der freien Sehne des M. semimembranosus oder M. semitendinosus zur Folge (5).

Diese führen zu einer durchschnittlichen Verletzungsdauer von 59 Tagen, während Sportler aus der Laufgruppe im Schnitt nach 32 Tagen zum Sport zurückkehren können (12).

Als Faustregel gilt: Je proximaler die Läsion liegt, desto länger wird die Sportkarenz ausfallen (11, 13). Ein weiterer hilfreicher Faktor für den Physiotherapeuten ist, wie schnell der Betroffene wieder in der Lage ist, normal und schmerzfrei zu gehen. Sollte dieser Zeitraum 24 Stunden überschreiten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er mehr als drei Wochen auf ein sportliches Comeback warten muss (14).

 

pt-Interview
Stefan Podar im Gespräch über seinen Werdegang, Sportphysiotherapie und die Faszination für  unseren Beruf


Risikofaktoren – „length versus strength”

Die Literatur ist sich darüber einig, dass ältere Sportler und solche, die bereits eine Hamstringverletzung hatten, die größte Risikogruppe sind (6, 15–18). Weitere durch verschiedene Untersuchungen entdeckte Risikofaktoren lassen sich in nicht beeinflussbare (ehemalige Leisten- oder Kniebeschwerden) (19) und veränderbare Aspekte einteilen. Für Trainer und Physiotherapeuten sind vor allem Letztere von Interesse.

Die wichtigsten Eigenschaften sind Dehnbarkeit und Kraft der Hamstrings. Lange herrschte Uneinigkeit darüber, welche der beiden die größere Relevanz hat (20–23). Die jüngste Literatur hat nun gezeigt, dass eine seitensymmetrische Muskulatur, die „long and strong“ ist, die wenigsten Verletzungen aufweist (22–25).

Für den Sportphysiotherapeuten sind beim Screening einer Mannschaft leicht durchführbare, reliable und valide Tests nötig. In Bezug auf die Dehnbarkeit hat sich hier der Active-Straight-Leg-Raise-Test (Abb. 1) gegenüber dem Sit-and-Reach-Test durchgesetzt (20, 26) – einerseits, weil vermutlich die Aktivierung der Antagonisten einer Sprintbewegung ähnlicher ist, anderseits, weil lumbale und thorakale Beweglichkeit beim Sit-and-Reach-Test einen zu großen Einfluss haben: Zum Beispiel könnten Spieler mit stark verkürzter ischiokruraler Muskulatur durch eine sehr mobile Wirbelsäule gute Werte erzielen.

Die Kraft betreffend hat sich vor allem die Exzentrik der Hamstrings als besonders wichtig erwiesen (21, 22). Um diese valide und reliabel zu testen, gilt das Nordic Hamstring Device derzeit als der Goldstandard (27) und wird von vielen australischen Footballclubs, englischen Premier-League-Teams, aber auch Mannschaften aus der NBA bevorzugt eingesetzt. Dabei wird die Übung „Nordic Hamstring Exercise” ausgeführt und der Widerstand über Sensoren in den Schlaufen für die Fersen in Newton (N) gemessen.

Für diejenigen, die durch die höheren Anschaffungskosten abschreckt sind, aber nicht auf ein valides, quantifizierbares Messinstrument verzichten wollen, eignet sich die Messung mittels eines Dynamometers (Abb. 2). Diese manuelle Muskeltestmethode kann für jegliche Widerstandsmessungen in der Praxis verwendet werden. Trotz reliabler Ergebnisse (28–31) lassen sich hier keine Standardwerte für Screenings ableiten, die einen Sportler als „zu schwach” entlarven (32).

Hand-held Dynamometry eignet sich zur Erkennung von Asymmetrien beziehungsweise als Wiederbefundungsmethode nach bereits erlittenen Verletzungen. Schache et al. (33) beschrieben die Verwendung einer digitalen Blutdruckmanschette als kostengünstigere Alternative.

Eine andere einfache Methode, um die Kraft der ischiokruralen Muskulatur zu beurteilen, ist die Single Leg Hamstring Bridge (SLHB). Hier hat sich gezeigt, dass Athleten mit weniger als 20 sauberen Wiederholungen einem höheren Risiko ausgesetzt sind (Abb. 3, 4) (34). Nach persönlicher Erfahrung des Autors sollten höherklassige Fußballspieler mindestens 25 Wiederholungen – bei einer Verwarnung zur Qualität der Durchführung – schaffen.

Weiterhin ist es sinnvoll, eine Differenzierung zwischen Beckendysfunktion und Hamstringproblem vorzunehmen (Abb. 5).

Um Links-rechts-Asymmetrien in der Neurodynamik zu erkennen, wird im Slump-Test die Knieextension mittels Inklinometer (digitale Wasserwaage) gemessen (Abb. 6). Kippt man das Becken nach ventral, werden eher myofasziale als neurale Strukturen betont und so differenziert.

 

Abb. 1 Active Straight Leg Raise: Getestet wird die aktive Hüftbeugung mit gestrecktem Knie. Dies gibt Aufschluss über die Beweglichkeit beziehungsweise Dehnfähigkeit der Hamstrings. Das andere Bein soll dabei entspannt am Boden liegen bleiben. Abb. 2 Break-Test für die Hamstrings: Mit einem digitalen Handdynamometer kann die Hamstringkraft ermittelt werden. Vor allem die Seitensymmetrie ist relevant, da die Intratester-Reliabilität gut ist, die Intertester-Reliabilität hingegen schlecht.
Abb. 1 Active Straight Leg Raise: Getestet wird die aktive Hüftbeugung mit gestrecktem Knie. Dies gibt Aufschluss über die Beweglichkeit beziehungsweise Dehnfähigkeit der Hamstrings. Das andere Bein soll dabei entspannt am Boden liegen bleiben. Abb. 2 Break-Test für die Hamstrings: Mit einem digitalen Handdynamometer kann die Hamstringkraft ermittelt werden. Vor allem die Seitensymmetrie ist relevant, da die Intratester-Reliabilität gut ist, die Intertester-Reliabilität hingegen schlecht.
Abb. 3, 4 Single Leg Hamstring Bridge mit Pezziball: Das nicht trainierte Bein wird in maximaler Knieflexion gehalten, um die Position zu standardisieren und Ausweichbewegungen vorzubeugen. Wichtig ist hier, zu kontrollieren, dass das Becken nicht auf einer Seite absinkt beziehungsweise hoch genug bleibt. abb_4_slhb_2_dsc_5216
Abb. 3, 4 Single Leg Hamstring Bridge mit Pezziball: Das nicht trainierte Bein wird in maximaler Knieflexion gehalten, um die Position zu standardisieren und Ausweichbewegungen vorzubeugen. Wichtig ist hier, zu kontrollieren, dass das Becken nicht auf einer Seite absinkt beziehungsweise hoch genug bleibt.
Abb. 5 Differenzierung Beckendysfunktion versus Hamstringproblem: Das Sakrum wird in Nutation gebracht, während man Widerstand in Knieflexion gibt. Verbessert dies die Hamstringkraft signifikant, liegt das Problem eher im Beckenring als in der ischiokruralen Muskulatur. Abb. 6 Slump-Test mit Messung der Knieextension mittels Inklinometer: Das Inklinometer (digitale Wasserwaage) misst die Knieextension, um Links-rechts-Asymmetrien in der Neurodynamik zu erkennen. Kippt man das Becken nach ventral, werden eher myofasziale als neurale Strukturen betont und so differenziert.
Abb. 5 Differenzierung Beckendysfunktion versus Hamstringproblem: Das Sakrum wird in Nutation gebracht, während man Widerstand in Knieflexion gibt. Verbessert dies die Hamstringkraft signifikant, liegt das Problem eher im Beckenring als in der ischiokruralen Muskulatur. Abb. 6 Slump-Test mit Messung der Knieextension mittels Inklinometer: Das Inklinometer (digitale Wasserwaage) misst die Knieextension, um Links-rechts-Asymmetrien in der Neurodynamik zu erkennen. Kippt man das Becken nach ventral, werden eher myofasziale als neurale Strukturen betont und so differenziert.

 

pt-Fachvideo
Dem Autor bei der Behandlung über die Schulter schauen? Die beschriebenen Tests und weitere Übungen zeigt das Fachvideo:


Was tun?

Wenn man bedenkt, dass sich durchschnittlich sieben von 25 Spielern der Champions-League-Mannschaften pro Saison verletzen (8), wird klar, dass es hier Handlungsbedarf gibt. Selbst ein breiter Kader wie der des FC Bayern München kann so empfindlich beeinträchtigt werden.

Exzentrisches Krafttraining gilt noch immer als zentraler Pfeiler in der Prävention (21–24, 35), wobei man entdeckt hat, dass vor allem Nordic Hamstrings und Hüftextension sehr effektiv sind (36) (Abb. 7–9).

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Abb. 7–9 Nordic Hamstring Exercise: Die Füße werden entweder von einem Partner gehalten oder bei einer Sprossenwand eingehängt. Dann geht man langsam mit dem Oberkörper nach vorne – dabei sollen Oberkörper und Oberschenkel in einer Linie bleiben und Hüftflexion vermieden werden. Sobald man die Position nicht mehr halten kann, lässt man sich nach vorne fallen, bremst mit den Händen ab und geht über Hüft- und Knieflexion wieder in die Ausgangsstellung.

Abb. 7–9 Nordic Hamstring Exercise: Die Füße werden entweder von einem Partner gehalten oder bei einer Sprossenwand eingehängt. Dann geht man langsam mit dem Oberkörper nach vorne – dabei sollen Oberkörper und Oberschenkel in einer Linie bleiben und Hüftflexion vermieden werden. Sobald man die Position nicht mehr halten kann, lässt man sich nach vorne fallen, bremst mit den Händen ab und geht über Hüft- und Knieflexion wieder in die Ausgangsstellung.

 

Abgesehen von der Kraftsteigerung führt das exzentrische Training auch zu einer Muskelverlängerung, die sich positiv auswirkt (37). Diese Wirkung scheint allerdings nur begrenzt anzuhalten: So zeigte eine Studie von Timmins (38), dass sich die Muskellänge bereits nach vier Wochen Detraining wieder auf ihr Ausgangsniveau zurückgebildet hatte.

Obwohl es gute Informationen gibt, wie man Hamstringverletzungen vorbeugen kann, wird dieses Wissen bei vielen Top-Klubs kaum angewendet (39).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit den hier beschriebenen Tests für Muskelkraft und Dehnbarkeit Risikosportler erkannt werden können und ein exzentrisches Trainingsprogramm die Verletzungshäufigkeit stark senken kann. Vor allem in der Off-Season sollten diese Übungen zumindest einmal wöchentlich durchgeführt werden, um den Effekt zu erhalten.

Der Grund für den Fokus auf „length and strength” der Hamstrings in diesem Artikel liegt darin, dass neueste Forschung dies forciert und auch die klinische Anwendbarkeit für den Physiotherapeuten gegeben ist. Allerdings wäre es falsch, dieses komplexe Thema auf zwei simple Tests oder Übungen zu reduzieren (40). Abgesehen von den Hamstrings selbst können auch Verkürzungen des M. iliopsoas und M. quadriceps femoris zu einer Verletzung beitragen (15, 41).

Außerdem sind Eigenschaften wie Becken-Lendenwirbelsäulen-Kontrolle, Neurodynamik, Laufstil und Trainingsumfang des Sportlers Variablen, die diese Verletzung so vielseitig und spannend machen.

 

Heftnummer: 7-2017


Literatur

1) Ekstrand J, Waldén M, Hägglund M. 2016. Hamstring injuries have increased by 4% annually in men’s professional football, since 2001: a 13-year longitudinal analysis of the UEFA Elite Club injury study. Br. J. Sports Med. 50, 12:731–7

2) Opar DA, Drezner J, Shield A, Williams M, Webner D, et al. 2014. Acute hamstring strain injury in track-and-field athletes: a 3-year observational study at the Penn Relay Carnival. Scand. J. Med. Sci. Sports 24, 4:e254–9

3) Malliaropoulos N, Papacostas E. 2010. Posterior thigh muscle injuries in elite track and field athletes. Am. J. Sports Med. 38, 9:1813–9

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5) Heiderscheit BC, Sherry MA, Silder A, Chumanov ES, Thelen DG. 2010. Hamstring strain injuries: recommendations for diagnosis, rehabilitation, and injury prevention. J. Orthop. Sports Phys. Ther. 40, 2:67–81

6) Beijsterveldt AMC, Port IGL, Vereijken AJ, Backx FJG. 2013. Risk factors for hamstring injuries in male soccer players: a systematic review of prospective studies. Scand. J. Med. Sci. Sports 23, 3:253–62

7) Ekstrand J, Hägglund M. 2011. Epidemiology of muscle injuries in professional football (soccer). Am. J. Sports Med. 39, 6:1226–32

8) Ekstrand J, Hägglund M, Waldén M. 2009. Injury incidence and injury patterns in professional football: the UEFA injury study. Br. J. Sports Med. 45, 7:553–8

9) Petersen J, Hölmich P. 2005. Evidence based prevention of hamstring injuries in sport. Br. J. Sports Med. 39, 6:319–23

10) Askling C, Saartok T, Thorstensson A. 2006. Type of acute hamstring strain affects flexibility, strength, and time to return to pre-injury level. Br. J. Sports Med. 40, 1:40–4

11) Askling CM, Malliaropoulos N, Karlsson J. 2012. High-speed running type or stretching – type of hamstring injuries makes a difference to treatment and prognosis. Br. J. Sports Med. 46, 2:86–7

12) Askling CM, Tengvar M, Thorstensson A. 2013. Acute hamstring injuries in Swedish elite football: a prospective randomised controlled clinical trial comparing two rehabilitation protocols. Br. J. Sports Med. 47, 15:953–9

13) Askling CM, Tengvar M, Tarassova O, Thorstensson A. 2014. Acute hamstring injuries in Swedish elite sprinters and jumpers: a prospective randomised controlled clinical trial comparing two rehabilitation protocols. Br. J. Sports Med. 48, 7:532–9

14) Warren P, Gabbe BJ, Schneider-Kolsky M, Bennell KL. 2010. Clinical predictors of time to return to competition and of recurrence following hamstring strain in elite Australian footballers. Br. J. Sports Med. 44, 6:415–9

15) Gabbe BJ, Bennell KL, Finch CF, Wajswelner H, Orchard JW. 2006. Predictors of hamstring injury at the elite level of Australian football. Scand. J. Med. Sci. Sports 16, 1:7–13

16) Freckleton G, Pizzari T. 2012. Risk factors for hamstring muscle strain injury in sport: a systematic review and meta-analysis. Br. J. Sports Med. 47, 6:351–8

17) Engebretsen AH, Myklebust G. 2010. Intrinsic risk factors for hamstring injuries among male soccer players: a prospective cohort study. Am. J. Sports Med. 38, 6:1147–53

18) Arnason A, Sigurdsson SB, Gudmundsson A, Holme I, Engebretsen L, et al. 2004. Risk factors for injuries in football. Am. J. Sports Med. 32, 1 (Suppl.):5S–16S

19) Verrall GM, Slavotinek JP, Barnes PG, Fon GT, Spriggins AJ. 2001. Clinical risk factors for hamstring muscle strain injury: a prospective study with correlation of injury by magnetic resonance imaging. Br. J. Sports Med. 35, 6:435–9

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22) Van der Horst N, Smits D-W, Petersen J, Goedhart EA, Backx FJG. 2015. The preventive effect of the nordic hamstring exercise on hamstring injuries in amateur soccer players: a randomized controlled trial. Am. J. Sports Med. 43, 6:1316–23

23) Timmins RG, Bourne MN, Shield AJ, Williams MD, Lorenzen C, et al. 2015. Short biceps femoris fascicles and eccentric knee flexor weakness increase the risk of hamstring injury in elite football (soccer): a prospective cohort study. Br. J. Sports Med. 50, 24:1524–35

24) Bourne M, Opar D, Williams M, Shield A. 2015. Eccentric knee-flexor strength and hamstring injury risk in rugby union: a prospective cohort study. J. Sci. Med. Sport 19:e73

25) Fousekis K, Tsepis E, Poulmedis P, Athanasopoulos S, Vagenas G. 2010. Intrinsic risk factors of non-contact quadriceps and hamstring strains in soccer: a prospective study of 100 professional players. Br. J. Sports Med. 45, 9:709–14

26) Henderson G, Barnes CA, Portas MD. 2010. Factors associated with increased propensity for hamstring injury in English Premier League soccer players. J. Sci. Med. Sport 13, 4:397–402

27) Opar DA, Piatkowski T, Williams MD, Shield AJ. 2013. A novel device using the nordic hamstring exercise to assess eccentric knee flexor strength: a reliability and retrospective injury study. J. Orthop. Sports Phys. Ther. 43, 9:636–40

28) Whiteley R, Jacobsen P, Prior S, Skazalski C, Otten R, et al. 2012. Correlation of isokinetic and novel hand-held dynamometry measures of knee flexion and extension strength testing. J. Sci. Med. Sport 15, 5:444–50

29) Thorborg K, Bandholm T, Hölmich P. 2013. Hip- and knee-strength assessments using a hand-held dynamometer with external belt-fixation are inter-tester reliable. Knee Surg. Sports Traumatol. Arthrosc. 21, 3:550–5

30) Mentiplay BF, Perraton LG, Bower KJ, Adair B, Pua Y-H, et al. 2015. Assessment of lower limb muscle strength and power using hand-held and fixed dynamometry: a reliability and validity study. PLoS One 10, 10:e0140822

31) Reurink G, Goudswaard GJ, Moen MH, Tol JL, Verhaar JAN, et al. 2016. Strength measurements in acute hamstring injuries: intertester reliability and prognostic value of handheld dynamometry. J. Orthop. Sports Phys. Ther. 46, 8:689–96

32) Wikholm JB, Bohannon RW. 1991. Hand-held dynamometer measurements: tester strength makes a difference. J. Orthop. Sports Phys. Ther. 13, 4:191–8

33) Schache AG, Crossley KM, Macindoe IG, Fahrner BB, Pandy MG. 2011. Can a clinical test of hamstring strength identify football players at risk of hamstring strain? Knee Surg. Sports Traumatol. Arthrosc. 19, 1:38–41

34) Freckleton G, Cook J, Pizzari T. 2013. The predictive validity of a single leg bridge test for hamstring injuries in Australian rules football players. Br. J. Sports Med. 48, 8:713–7

35) Arnason A, Andersen TE, Holme I, Engebretsen L, Bahr R. 2008. Prevention of hamstring strains in elite soccer: an intervention study. Scand. J. Med. Sci. Sports 18, 1:40–8

36) Bourne MN, Williams MD, Opar DA, Al Najjar A, Kerr GK, et al. 2016. Impact of exercise selection on hamstring muscle activation. Br. J. Sports Med. May 13. [Epub ahead of print]

37) Bourne MN, Duhig SJ, Timmins RG, Williams MD, Opar DA, et al. 2016. Impact of the Nordic hamstring and hip extension exercises on hamstring architecture and morphology: implications for injury prevention. Br. J. Sports Med. 51, 5:469–77

38) Timmins RG, Ruddy JD, Presland J. 2016. Architectural changes of the biceps femoris after concentric or eccentric training. Med. Sci. Sports 48, 3:499–508

39) Bahr R, Thorborg K, Ekstrand J. 2015. Evidence-based hamstring injury prevention is not adopted by the majority of Champions League or Norwegian Premier League football teams: the Nordic Hamstring survey. Br. J. Sports Med. 49, 22:1466–71

40) Opar DA, Williams MD, Shield AJ. 2012. Hamstring strain injuries. Sports Med. 42, 3:209–26

41) Gabbe BJ, Finch CF, Bennell KL, Wajswelner H. 2005. Risk factors for hamstring injuries in community level Australian football. Br. J. Sports Med. 39, 2:106–10

 

Autor

Stefan Podar

M. App. Sc.; seit 2006 selbstständiger Physiotherapeut in Wien, seit 2013 eigene Praxis; 2010 Master in Musculoskeletal & Sportsphysiotherapy an der University of South Australia; Gründer der Plattform „Echtzeit-Ultraschall“; seit 2012 Referent für Ultraschallkurse für Physiotherapeuten; 2012–2013 Physiotherapeut im Nachwuchsbereich des österreichischen Fußball-Nationalteams; seit 2015 Physiotherapeut der österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft, externer Lehrender am FH-Campus Wien.

stefan.podar@gmail.com

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